Amateurfunk
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Es war nicht so, dass ich gleich zu Beginn auf den Amateurfunk hingearbeitet hätte. Es war vielmehr so, dass sich das Ganze erst allmählich aus den vorhergehenden Interessen entwickelt hatte. Der Anfang war wohl, dass ich mich eines Tages dazu entschloss, mir eine Stereoanlage zuzulegen. Ein wirklich guter Tuner (Revox A76) mit einer unzulänglichen Möchtegern-Antenne... na ja. Eine wirklich gute Antenne war also angesagt. Die Folge war dann eine im Estrich montierte Sechselement-Yagi-Antenne inkl. Vorverstärker. Das war zweifellos der Ursprung für mein späteres Interesse an diesem Gebiet.

4-Element Yagi

Dadurch wurde ich in die Lage versetzt Sender zu empfangen, von denen ich zuvor noch nicht einmal wusste, dass es sie gab.

Durch Anklicken einiger der Bilder können weitere Informationen abgerufen werden.

Das Nächste war dann ein Schwaiger-UHF-Converter. Zwischen Tuner und Antenne geschaltet wurde dadurch der Empfang des 70-cm-Bandes ermöglicht, wodurch damals der erste Kontakt mit den Funkamateuren hergestellt wurde. Ein Koyo-Weltempfänger der bald darauf folgte, ermöglichte zudem noch den Empfang auf Kurzwelle und auf dem 2-Meter-Band. Dieses Gerät war zwar alles andere als gut - aber immerhin, dadurch wurde damals mein Interesse an diesem vielseitigen und faszinierenden Gebiet endgültig geweckt.

Zunächst lag es aber keinesfalls in meiner Absicht zum Funkamateur zu werden. Es ging mir vielmehr darum, so halbwegs die jeweiligen technischen Zusammenhänge kennen zu lernen. Ich empfand es als äusserst unbefriedigend, immer wieder mit technischen Daten konfrontiert zu werden, mit denen ich damals nur sehr begrenzt etwas anfangen konnte.

1973 wurde dann in der Schweiz der CB-Funk freigegeben. Es dauerte danach noch bis zum Februar 1974 bis ich selbst auch dabei war. Ich erstand damals ein Zodiac P5024 - ein 11-Meter-Handy mit 24 Kanälen und mageren 500 Milliwatt Ausgangsleistung. Immerhin - auf diese Weise konnte ich Kontakt zu Leuten aufnehmen die ähnliche Interessen hatten wie ich selbst.

FR-50B

Der oben erwähnte "Weltempfänger" wurde später durch einen Röhrenempfänger für das Kurzwellenband ergänzt - ein Sommerkamp FR-50B. Das war schon etwas Anderes! Ein simpler Draht, der gar nicht dafür gedacht war, musste zunächst einmal provisorisch als "Antenne" herhalten. Dennoch, ich war mehr als zufrieden; das war mit dem was ich bisher kannte überhaupt nicht zu vergleichen.

FR-101

Die bisherigen Geräte wurden dann aber durch den Receiver Sommerkamp FR-101 abgelöst (entspricht dem Yaesu FR-101). Der eingebaute 2-Meter-Converter ermöglichte es zudem, auch auf diesem Band mitzuhören. Soweit es sich ums Zuhören handelte, blieben damit kaum noch Wünsche offen.

1977 war es soweit: in Zürich bestand ich die Prüfung für den Funkamateur - ich gehörte nun also selbst dazu. Mein Call Sign: HB9PAW. Dies ist eine Lizenz ohne CW (Morsen) und berechtigt dazu alle Amateurbänder von 144 MHz an aufwärts zu benutzen. Als Folge davon verzichtete ich auf meine bisherige CB-Lizenz (Fax 62), umso mehr, da ich damit ständig Schwierigkeiten hatte: Einstrahlstörungen! überdies befanden sich viele die ich von dort her kannte inzwischen ebenfalls auf den Amateurbändern.

IC 202

Das erste von mir auf dem 2-Meter-Band eingesetzte Funkgerät war ein IC202 von ICOM. Dieser Transceiver wurde mir freundlicherweise von Bruno, HB9BHS, leihweise zur Verfügung gestellt. Es handelte sich hierbei um ein reines portables SSB-Gerät. Dies war besonders interessant, weil ich zu diesem Zeitpunkt antennenseitig arg gehandicapt war. Provisorisch wurde im Wohnzimmer ein HB9CV-Beam eingesetzt - und dies im Erdgeschoss! Es war dann doch sehr interessant zu beobachten, welche Distanzen ich trotzdem überbrücken konnte. Dabei war der Einfluss der hiesigen topografischen Verhältnisse sehr gut zu beobachten.

TR-2200G

Danach kam ich günstig zu einen Trio 2200G, ein 2-Meter FM-Portabel mit zwölf Kanälen und einem Watt Ausgangsleistung, ein Gerät das damals sehr bekannt war. Ein wahrer Riese, wenn man mit heutigen Handys vergleicht. Da mein Interesse am Relais-Funkverkehr sehr begrenzt war, betrachtete ich dies als völlig ausreichend.


SE 402

Was wäre ein Shack ohne vernünftige Basisstation? Bald darauf folgte ein Braun SE402, ein ausgezeichnetes Gerät, das ganz ohne überflüssigen Schnickschnack auskam, dafür aber wirklich gut war. Bei zehn Watt Ausgangsleistung und einer Kreuzyagi (2x Sechselement) auf dem Dach lag damit ganz Europa im Bereich dieses 2-Meter-Transceivers, je nach Ausbreitungsbedingungen.

C520
C520

Das Trio 2200G irgendwohin mitzunehmen erwies sich mit der Zeit einfach als zu umständlich. Das war der Grund, warum ich mir dann doch noch ein Handy zulegte: das Standard C520. Geräte dieser Art verfügen heutzutage über eine Vielfalt von Funktionen und Möglichkeiten die kaum jemand voll ausschöpfen kann. Der grösste Vorzug ist aber zweifellos der geringe Platzbedarf. Meine Interessen haben sich inzwischen mehr in Richtung Computer verlagert - dennoch, der Amateurfunk ist und bleibt ein faszinierendes Hobby!